Kuckuck- ich , mitten in einem Horrorfilm

Warum Games dem Journalismus helfen können

Es gibt immer Entwicklungen im Journalismus. Geht es um Innovationen, wie einst die Nutzung von Daten, dann läuft der Journalismus der Industrie oft weit hinterher. Das ist im Übrigen einer der Gründe, warum es auf data16.de länger kein Update gab. Seit dem laufenden Wintersemester arbeite ich in Teilzeit daran, mir doch noch einen Mastertitel auf die Visitenkarte schreiben zu können. Oder ins Impressum meiner Online-Visitenkarte, deren Erstellung gerade ebenfalls viel Zeit kostet.

Das Games Lab

Als ich mich für den Studiengang „Game Development and Research“ am Cologne Games Lab entschieden habe, ging es mir aber weniger um einen Titel, als vielmehr um die Möglichkeit, auch als Journalist neue Wege gehen zu können. Auch wenn man im Bekanntenkreis eher hochgezogene Augenbrauen sammelt, wenn man jetzt nicht mehr irgendwas mit Medien studiert, sondern auch noch was mit Games.
Das Serious Games beispielsweise aber mehr können als pure Unterhaltung zu bieten, habe ich vor einiger Zeit hier im Blog von Markus Bösch erfahren. Ich glaube aber, dass wir da erst am Anfang einer Entwicklung stehen. Serious Games, Virtual Reality, Augmented Reality… all das kann auch den Journalismus unterstützen. Schließlich ist die Reportage die journalistische Königsdisziplin. Eine Darstellungsorm, die den Leser mit Haut und Haaren in eine Geschichte einsaugen soll, ihm das Gefühl geben soll, er sei mittendrin. Da liegt es in meinen Augen nahe, ihn eben wirklich mitten reinzubringen – in die Geschichte. Und sei es nur virtuell.
Im Internet findet man derzeit einige Videos, in denen Menschen mit albern großen Brillen panisch kreischen, weil sie gerade ihre erste VR- Horror-Erfahrung machen. Wenn dieser Effekt auch sicher erstmal der ungewohnten Situation geschuldet sein mag und weniger dem großartigen Fotorealismus (NOCH sind wir nicht so weit), es zeigt doch, wohin der Weg führen kann.

Mittendrin statt nur dabei

Virtuelle Realität, egal ob über Brillen oder Projektionen, wird das bezahlbar leisten können, davon bin ich überzeugt.  Eine 360-Grad-Video-Reportage aus einem Kriegsgebiet, von einem Flüchtlingsboot oder während einer Führung durch ein ehemaliges Konzentrationslager. Die Technik kann nicht nur vermitteln und informieren, sie kann auch Empathie erzeugen. Ähnlich ist es mit den Serious Games, in dem Fall den Newsgames. Alles in allem ein unglaublich spannendes Feld. Ich bin sicher, dass man noch einige Male auf die Nase fallen wird.
Aber so ist das mit den neuen Versuchen: try and error- und ich bin gerne mit dabei.

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