Voneinander lernen

Warum mag ich Datenjournalismus so gerne? Was reizt mich daran? Solche Fragen habe ich mir oft gestellt, bevor ich data16.de ins Leben gerufen habe. Die Antwort war schnell gefunden. Ich mag es, wenn jemand aus einem schwer überschaubaren und nichtssagenden Wust an Zahlen etwas erschafft, was es anderen ermöglicht, diese Daten zu lesen, sei es in einem statischen Diagramm, einem Bild, interaktiven Elementen oder welcher Darstellungsform auch immer. Was ich außerdem mag: eine Transparenz, die man in manch anderen journalistischen Bereichen lange suchen muss. Die Kollegen von SPON haben das jetzt wunderbar kombiniert. Nach mehrmaligen Strategiewechseln in der Recherche ist eine spannende Karte entstanden, die die Bevölkerungsverteilung in Deutschland nach geographischen Regionen skiziert. Ein  gelungenes Endergebnis, bei dem man es eigentlich belassen könnte. Die Macher wollten aber auch deutlich machen, wie es zu diesem Resultat kam. Dass eigentlich etwas anderes geplant war und ,man zwischenzeitlich von logischen Hürden aufgehalten wurde, kann man dem Begleittext entnehmen. Das ist die Transparenz, die ich meine. So können Datenjournalisten voneinander lernen. Ein motivierendes Beispiel.

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